Ein Tag wie jeder andere, mit Spezialunterricht Es-Horn, Spielführung, Registerprobe und Musiktheorie für Theorieleiter bei Maj. Walter am Morgen sowie Musiktheorie und drei Stunden Gesamtprobe am Nachmittag, in der wir für den kommenden Ehrendienst am Dienstag übten. Nach dem Nachtessen gab's Ensemblespiel sowie den Schriftlichen Test Kameradenhilfe. Dank diesem hatten wir etwas mehr Zeit für PD/ID, weil keiner die ganzen vorgesehenen 30 Minuten benötigte. Allerdings bestand den Test schlussendlich nur ein Rekrut, nämlich Rekrut Weber Nicolas!
Dienstag 4.12:
Wir sollten eine halbe Stunde früher als geplant in Kehrsatz sein, daher fiel heute morgen das Lauftraining aus. So verschiebten wir nach dem Morgenessen gleich in die Berner Gemeinde, wofür wir etwa eine Stunde und 20 Minuten benötigten. Sogleich fand dann die "Hauptprobe" statt, in der wir die Zeremonie mit der Ehrengarde (Durchdienerschule) übten. Nach und nach trudelten Herr Bundesrat Blocher, Frau Bundesrätin Leuthard und Frau Bundesrätin Calmy-Rey mit der Limousine ein, bis schliesslich auch der eben auf dem Flughafen Belp gelandete Rumänische Präsident zum Anwesen geführt wurde. Dieser schaute, nachdem wir die rumänische und die schweizerische Landeshymne gespielt hatten, während dem Marsch mit Frau Calmy-Rey noch die Ehrengarde an, worauf die beiden dann in der Villa verschwanden. So war unsere Arbeit bereits kurz vor elf Uhr getan und wir verschoben ins BEA-Gelände nach Bern. Dort fand dann nach dem Mittagessen in der Militärmusik-Unterkunft die Umrahmung des Anlasses "Kompass 2007". Nachdem das gesamte Spiel im hinteren Teil des Saales zu Beginn und in der Mitte je 3 Stücke präsentierte, spielte zum Schluss noch das Quintett 1 zwei Stücke auf der Bühne. Wir vom Quintett 1 fuhren dann im Sprinter zurück nach Aarau, wo die anderen bereits Musiktheorie hatten. Nach Spielführung, Nachtessen und Gesamtprobe und einer Information zur "Übung Sunrise" durften wir dann relativ früh schlafen gehen.
Mittwoch 5.12:
Tagwache bereits um 03.00 Uhr, worauf wir unsere Rucksäcke packten und im grossen Saurer-Lastwagen nach Hallwil zum Wasserschloss fuhren. Etwa um 05.00 Uhr, nach mobilem Morgenessen, startete dann die erste der Gr
Mit grünbraunem Gesicht erreichten wir dann um 10.32 als zweite Gruppe die Kaserne in Aarau. Nun freuten wir uns schon auf die vom Hauptmann Horber angekündigte Ruhezeit bis zum Mittagessen, doch leider mussten wir erst verschwitzt in der Kälte warten, bis noch mehr Gruppen ankamen und hatten danach eine Materialkontrolle, die bis 12.00 Uhr dauerte. So reichte es gerade noch zum Duschen bis wir endlich um 12.30 Uhr zu Mittag assen. Danach durfte ich mich über ein Samichlausenpäckli von Grosi freuen. Die folgende befohlene Ruhe war dann nur noch etwa eine halbe Stunde und leider etwas ungünstig gewählt, so dass wir alle zu spät in der Gesamtprobe erschienen. Unter anderem Kontrollierte da Major Walter heute unsere Fortschritte in der Musiktheorie. Nach dem Nachtessen verschwand ich dann in die Probe nach Mühlau, wobei die anderen trotz der anfänglich, wegen des zu spät kommens, angekündigten Nacharbeit in den Ausgang durften.
Donnerstag 6.12:
Nach diesen beiden etwas speziellen Tagen ging es heute wieder nach normalem militärischen Alltag zu und her. Morgens Spielführung, wegen des Regens im Dachgeschoss der Kaserne, Musiktheorie und Satzprobe mit Hauptmann Werlen, am Nachmittag Individuelles Training, Registerprobe und Gesamtprobe. Am Abend durften wir uns alle über ein Chlausensäckli vom Militär freuen, ausserdem erhielt ich von der Post ein Päckli von Firmgötti Christoph Baur und ein Chlausenpäckli von Mami. Im anschliessenden Ausgang war mir wieder eher zum verbleiben in der Kaserne zumute und so genoss ich einen ruhigen Abend mit Musikhören und etwas nachschlafen.
Freitag 7.12:
6.45 Abfahrt mit dem Car Richtung Lugano, welches wir nach einem kurzen Halt vor dem Gotthard um ca. 9.45 erreichten. Hier fand heute im "Palazzo dei congressi" der Rapport der Gebirgs-Infanterie Brigade 9 statt. Kurzerhand wurden dann wir vom Quintett 1 (ausserplanmässig?) aufgeboten, um in der Eingangshalle zum Empfang der Leute zu spielen. Danach spielte das ganze Rekrutenspiel zwischen den verschiedenen Reden. Erst etwa um 14:00 fertig, räumten wir alles auf und gingen ins "Ristorante Firenze", wo wir dann unter Einhaltung sämtlicher Knigge-Regeln zu Mittag assen. Selbstverständlich auf Kosten des Militärs ;-). Nach diesem Erlebnisreichen Tag erreichten wir die Kaserne in Aarau erst wieder ca. um 19.00 Uhr. Mein zweiter Urlaub wäre um 18:40 Uhr gewesen, doch so konnte ich leider nicht mehr pünktlich in die Hauptprobe für das Adventskonzert nach Mühlau gelangen. Nach dieser kehrte ich dann um 23:15 Uhr zurück in die Kaserne, schliesslich musste ich für den Wochenrück- und Ausblick des Samstags wieder vor Ort sein.
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