Nach dem allwöchentlichen Unterricht probten wir im Ensemble, um für den Dienstag gerüstet zu sein. Einzig die Theorie für Musiktheorieleiter um 10:40 unterbrach das Ensemblespiel. Auch am Nachmittag übten wir weiter im Ensemble, das Individuelle Training wurde nachträglich noch gestrichen, damit wir im Ensemble mehr Fortschritte machen konnten. So hatte ich dann in der folgenden Gesamtprobe etwas Mühe, da ich die Noten dafür nie anschauen konnte. Nach dem Abendessen spielten wir mit dem Quintett dem Hauptmann Horber vor, damit dieser etwa wusste, wie (gut?) es tönt... Danach stand für mich die zweite Theoriestunde mit den Romands auf dem Programm.
Dienstag 27.11:
Wie bereits angekündigt stand heute der erste Auftritt im Quintett auf dem Programm. Neben unserem Quintett spielte noch eine zweite Gruppe, und so verschiebten wir gleich nach dem Morgenessen nach Jegenstorf in der Nähe von Bern. Wir mussten an einem Schlussrapport und Verabschiedung eines Obersten für die musikalische Unterhaltung sorgen. Nach einer knappen Stunde Autofahrt konnten wir uns im Schloss in einem schönen Raum für den Auftritt vorbereiten.
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| Der erste Auftritt mit dem Quintett |
Zuerst spielte das Quartett einige Stücke und dann kamen wir an die Reihe: Nach der Ansprache von Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz spielten wir unser erstes Stück. Nach einigen weiteren Ansprachen spielten wir dann vor dem Mittagessen zuerst den Fahnenmarsch zur Standartenübergabe und danach die Nationalhymne, wobei die Anwesenden mitgesungen haben. Unsere restlichen drei Quintettstücke spielten wir dann anschliessend zur Umrahmung des Apéros. Zwischendurch konnten wir selber noch etwas vom Apéro profitieren, bevor wir das "Konzert" beendeten. Nach dem Essen aus der Feldküche kehrten wir nach Aarau zurück und waren um ca. 14:45 zurück in der Kaserne. Das anschliessende Programm verlief gemäss Tagesbefehl. Doch was bei der Registerprobe und der Gesamtprobe etwas speziell war: Die Militärmusikanten, welche im Jahre 1962 ihre RS absolvierten, besuchten uns, um einen Einblick in unsere Ausbildung zu erhalten. Nach dem Nachtessen dann kleiner Ausgang bis 22:00.
Mittwoch 28.11:
Heute fand die erste Spielführung mit Instrument statt. Trotz Handschuhen waren meine Hände bei den eiskalten Temperaturen froh, als sie das kalte Instrument wieder in den Koffer zurücklegen durften. Nach knapp zwei Stunden individuellem Training sprach dann der Feldprediger mit uns über Lebenseinstellung und Zukunftsplanung. In der Registerprobe am Nachmittag beschlossen wir, uns in zwei Gruppen aufzuteilen. Da wir relativ unterschiedliche Stimmen hatten, spielten die 1. und 2. Hörner, sowie die Solo-Hörner zusammen. Danach fand wieder eine Gesamtprobe statt. Nach dem Abendessen fielen der Sport sowie die Musiktheorie aus, dafür wurden wir in einem Vortrag von Hellebardier Bircher über das Leben als Schweizergardist informiert. Vor dem Schlafengehen dann die erste Razzia: All unsere Sachen wurden nach Alkohol durchsucht, doch meines Wissens fand man die "verbotene Substanz" nirgends.
Donnerstag 29.11:
Heute kam mein Instrument in die Reparatur, da ich oft Probleme mit dem ersten Ventil hatte. Am Morgen wurden wir über Gehörschutz allgemein informiert und danach wurde für den Gehörschutz, welchen wir von der Militärmusik erhalten werden (Elacin ER-15), ein "Abruck" unserer Ohrform erstellt. Im anschliessenden IT musste ich nun eben nur mit Mundstück üben, da mein Instrument wie gesagt in der Reperatur war. Vor dem Mittagessen gabs wieder ne Lektion Spielführung auf dem Kasernenplatz. Aufsteller des Tages: Päckli von Götti Basil! Der Nachmittag begann mit Theorie und R+B, anschliessend hatten wir zweieinhalb Stunden Gesamtprobe. War etwas komisch, ohne Instrument, doch teilweise habe ich einfach mitgesungen. Am Abend war dann das zweite Fak Nachtessen, diesmal war ich ganz alleine. Allerdings war die Fassmannschaft nicht mehr dort, als ich im Essraum aufkreuzte und ich ging dann in das zivile Restaurant im selben Gebäude. Da ich mich aber für das Nachtessen eingeschrieben hatte, werde ich 16.- Fr. Entschädigung bekommen. Danach machte ich mir wieder einen gemütlichen Abend in der Kaserne.
Freitag 30.11:
Gleich nach dem Morgenessen verschiebte das ganze Rekrutenspiel nach Nottwil, wo wir anlässlich der Schliessung des Rekrutierungszentrums zur Schlussfeier die musikalische Umrahmung lieferten. So spielte das ganze Spiel zwischen den Reden und nach dem Mittagessen (Apéro für die "Trauergesellschaft"), spielten wieder dieselben beiden Quintetts zum Mittagessen der Versammlung. Schlussendlich waren wir dann um ca. 15:45 wieder in der Kaserne und da wir die Musiktheorie verpassten, konnten wir uns bereits für den Wochenendurlaub bereit machen. Doch welch Überraschung, im Gang lag noch eine Pampers-Packung für mich: Päckli von Musig-Kollegin Nicole Klindt, zum Glück mit süssem Inhalt :-). Allerdings mussten wir dann noch ein kleines Platzkonzert für unseren Oberst Grob geben, denn dieser hatte einige Leute eingeladen, um ihnen die Ausbildung in der Militärmusik näher zu bringen. Abtreten war dann schlussendlich um 17:30, was für mich heisste, dass ich bereits um 18:20 zu Hause war!

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