Montag, 25. Februar 2008

15. Woche

Montag, 18.02:
Am Morgen war ich ziemlich müde, denn ich konnte in der Nacht nicht schlafen. Nach langem Probieren hörte ich schlussendlich ein Hörbuch bis um zwei Uhr morgens. Nach einem 40-Minütigen Warm-Up hatten wir dann den ganzen Morgen eine Probe mit den Dirigenten, welche uns am Workshop des kommenden Samstags leiten werden. Eine Freude am Mittag: Ich hatte heute zwei Fresspäckli, eines von meinen ehemaligen Arbeitskollegen von der Kontrollgruppe, eines vom Gotti Monika. Am Nachmittag hatten wir dann bereits die letzte Stunde Musiktheorie. Wir bereiteten uns nochmals auf die Abschlussprüfungen des Dienstags und des Mittwochs vor. Dann von 14:50 bis 17:50 fand eine Gesamtprobe statt. Wir übten vorallem die Konzertliteratur, da am Mittwoch bereits das zweite Konzert auf dem Programm stand. Nach dem Nachtessen gab es dann eine Materialkontrolle sowie das Erstellen der Teilpackung. Die Dinge, welche wir in den nächsten Tagen nicht mehr brauchten, werden von unseren Betriebssoldaten bereits am Dienstag nach Bern transportiert. Leider konnte ich auch heute Abend wieder nicht einschlafen.
Dienstag, 19.02:
Lauftraining wie jeden Dienstag, danach fand der schriftliche Abschlusstest Musiktheorie statt. Ich war in die Gruppe Oberstufe 1 eingeteilt. Im Anschliessenden IT bis zum Mittagessen übte ich am Solo, welches ich beim instrumentalen Abschlusstest vorspielen möchte. Am Nachmittag erfolgte eine Gesamtprobe und anschliessend erklärte uns Hauptfeldweibel Ammann, wie er die Dislokation nach Bern geplant hatte. Anschliessend putzten wir unsere Registerräume und nach dem Nachtessen hatten wir Ausgang. Nachdem ich schnell auf einen Drink in die Billiard Bar gegangen bin, war ich um 20:15 wieder zurück in der Kaserne, da ich mit Büroordonanz Abasi abgemacht hatte, joggen zu gehen. Nach etwa 40-Minütigem Lauf gingen wir noch für eine Viertelstunde in den Kraftraum. Danach mussten wir uns schon beinahe beeilen, um vor dem ABV noch eine Dusche nehmen zu können.
Mittwoch, 20.02:
Wer das Konzertprogramm gelesen hat, weiss es: Heute steht das zweite Konzert in Suhr auf dem Programm. Doch halt: Zuerst fand am Morgen noch der Solfège-Test statt. Ich hatte Glück, denn ich musste um 10:52 bei Leutnant Lugon vorsingen, welcher nicht ganz so streng war wie Leutnant Werlen im Zwischentest. Den Rest des Morgens stand IT auf dem Programm. Allerdings kann man ja nicht Stundenlang aneinander üben und so blieb auch noch etwas Zeit, mit den Kollegen zu plaudern. Nach dem Mittagessen ging ich aufs Postbüro, denn es sei ein Päckli für mich gekommen, hiess es. Allerdings nahm ich dieses noch nicht in Empfang, sondern liess es mir nach Bern weiterschicken. Am Nachmittag gingen wir nach Suhr, wo wir uns fertig einrichteten (Die Bühne war von den Betriebssoldaten bereits aufgebaut) und eine Stellprobe absolvierten. Danach fand wie gesagt das Konzert in Suhr statt, welches zugleich auch das Abschlusskonzert für unsere Zeit in Aarau war. Heute war auch Wachmeister Frischknecht unter uns, um die Solocornets zu unterstützen. Ich freute mich sehr, als ich meine früheren Arbeitskollegen Walter Hugentobler und Guido Janser mit seiner Frau begrüssen durfte. Ausserdem waren auch meine Eltern sowie Ruth Weber und Frau Pilgrim ans Konzert gekommen. Nun stand bereits die letzte Nacht in Aarau vor der Tür. Wir feierten dass natürlich nach ABV mit einem Apéro auf unserem Zimmer.
Donnerstag, 21.02:
Für das Quintett 1 war es ein hektischer Morgen. Laut Lt Lugon sollten wir Tenue A erstellen, doch Laut Hptfw Ammann Tenue C. So kam es, dass Trompeter Baus dreimal das Tenue wechselte, bis wir schlussendlich auf Befehl des Hauptmanns Tenue C anhatten (Er sah uns vor dem Morgenessen im Tenue A, worauf wir auf das Morgenessen verzichten und das Tenue C anziehen mussten). Immerhin musste ich das Tenue nur einmal wechseln. Während die anderen das Material verladen und die Kaserne putzen mussten, gingen wir auf die Krankenabteilung, wo wir mit dem Quintett 1 anlässlich der Pensionierung von zwei Ärzten spielten. Als Dank bekamen wir dann von diesen sogar noch 50 Franken für den Ausgang. Direkt danach mussten wir unsere Instrumente im Car verstauen und fuhren sogleich los nach Bern. Nach dem Verräumen der Instrumente und der Eff-Taschen meldete ich mich schliesslich freiwillig für die Essensausgabe. Kleines Detail: Ich machte gleich zwei Fehler, als ich mich beim Hptfw meldete, denn ich sagte: Wachmeister, Trompeter Ammann äh Müller :-). Tja, so ists halt, wenn man sich mal freiwillig meldet. Am Nachmittag spielten wir dann im ehemaligen Hotel Bernerhof, wo heute der Finanzminister seinen Sitz hat, anlässlich der Beförderung hoher Stabsoffiziere. Ärgerlich war, dass unser Principal Trompeter Reinhard trotz bewilligtem Urlaub nicht gehen durfte. Wahrscheinlich wegen der Anwesenheit von Herr Bundesrat Samuel Schmid. So verpasste er die einzige Probe für ein Konzert mit der Jugendmusik am Wochenende, an welchem er erst noch ein Solo spielte. Auch ärgerlich war, dass wir die für uns bereitgestellten Sandwichs nicht essen durften, obwohl wir alle hungrig waren. So gab es dann nach dem Nachtessen in der Theorie Dienstbetrieb einige Diskussionen, da wir mit dem Kader nicht sehr zufrieden waren. Auch war es etwas komisch, dass wir beim Rundgang in der Kaserne immer wieder auf Dinge hingewiesen wurden, die es zwar gab, welche man aber nicht benutzen durfte. Am Abend mussten wir dann noch die Zimmerordnung erstellen, welche anschliessend vom Hptfw kontrolliert wurde. Lilö war bereits um 10:20.
Freitag, 22.02:
Tagwache war heute bereits um 3:40! Nach dem Morgenessen (Detail: Wir mussten nichtmal durchnummerieren) verschiebte der Grossteil der Musik nach Igis-Landquart, der Rest ging wieder schlafen. In Igis-Landquart kamen wir nach drei Stunden dösen bereits um 8:00 Uhr an, es blieb also genügend Vorbereitungszeit für den Rapport der Gebirgs Infanterie Brigade 12, welcher um 9:00 Uhr begann. Um 12:00 war der Anlass, welcher durch die interessanten und witzigen Ansprachen überzeugte, fertig. Um 12:45 assen wir dann im Restaurant Ried, welches im selben Gebäude untergebracht ist. Um 13:30 verschiebten wir zurück nach Bern, jetzt endlich durften wir die einen Tag alten Sandwichs essen. (Und dies gleich nach dem Mittagessen). Wir freuten uns ein paar mal über ein wenig stockenden Verkehr, doch wirklich Stau gab es nicht. So waren wir um 16:40 wieder in Bern. Bis 17:30 wäre eigentlich eine GP angesagt gewesen, doch Lt Lugon machte einen vorgezogenen Wochenrück- und ausblick mit uns. Auch fasste er die Diskussion vom Vortag wieder auf. Um 19:00 hatten wir dann Ausgang, das heisst, da ich einmal beim AV zu spät erschienen war, durfte ich und zwei Romands erst um 19:30 gehen. Ausserdem sammelte ich beim HV bereits den ersten Strich für Fehler in der Zimmerordnung. Es war ein Fehler, der bereits am Vorabend bei der Zimmerkontrolle bestand, daher hatte ich etwas Mühe in nachzuvollziehen. Nachdem ich meine Zeit abgesessen hatte udn nach langer Suche fand ich dann endlich das "Cowboys", wo sich meine Kollegen aufhielten, um nicht zu sagen betrinkten. Da viele mein Unverständnis für den Fehler in der Zimmerordnung nicht verstehen konnten (und mich beim HV bereits ausbuhten), pöbelten sie mich dann auch in der Bar entsprechend blöd an. Ich fühlte mich nicht wirklich wohl und machte mich bald wieder auf den Weg zurück in die Kaserne. Ein kleiner Trost: Endlich konnte ich das Päckli von Familie Bütler, welches ich ja weiterschicken liess, öffnen und mich darüber freuen.
Samstag, 23.02:
Tagwache heute um 5:20, denn wir mussten relativ früh los nach Nottwil, wo heute der WASBE-Workshop mit dem Schwerpunkt Schlagzeug in einer Band stattfand. Nach dem einrichten und einspielen waren wir dann von 9:15 bis 12:00 die Versuchskaninchen-Band für diesen Workshop, in dem einige Variationen im Schlagzeugregister ausprobiert wurden. (Vorallem Wahl der Schläger, welche Lautstärke und Klang stark beeinflussen). Nach dem Mittagessen im Paraplegiker-Zentrum spielten wir dort von 13:00 bis 13:30 ein kleines Platzkonzert. Da ich heute den Probetag in Mühlau hatte, und bereits den ganzen Morgen verpasst hatte, durfte ich direkt nach Ende des Konzertes ins Wochenende. Verdankenswerterweise war Mami das Konzert hören gekommen und so konnte ich mit Ihr im Auto zurückfahren und war um 14:45 bereits in Mühlau für die Gesamtprobe. (Die meisten anderen mussten zurück nach Bern und hatten dort erst um 16:00 abtreten.)

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