Montag, 25.02:
Da wir am Samstag am Workshop gewesen sind, mussten wir erst heute um 18:00 Uhr einrücken. Viele von uns waren nicht rasiert, doch als wir hinaufgeschickt wurden, uns zu rasieren, erinnerte sich Trompeter Rist, dass man sich im Tenue A nicht rasieren darf, und so rasierten wir uns dann eben nach AV beim Tenuewechsel. Leider hatte ich ganz vergessen, dass man nicht verpflegt einrücken musste, denn ich hatte mich zuhause noch sattgegessen. So ass ich einfach kein Znacht und sass teilnahmslos im Esssaal. Am Abend hatten wir eine Gesamtprobe. Eigentlich war sie in unserem Gesamtprobelokal vorgesehen gewesen, doch da dieses besetzt war, spielten wir im Cornet-Registerraum. Hptm Horber meinte nur, er hoffe, dass es dann morgen abend frei sei, sei sich jedoch nicht sicher. Da fragten wir uns natürlich wieder über die Organisation. Aber zum musikalischen: Wir übten Wild Geese, und Hptm Horber meinte zuversichtlich, dass man das Stück ev. bereits am Mittwoch aufführen könnte, falls wir gut arbeiteten. Na mal schauen...
Dienstag, 26.02:
Heute spielten wir zum Apéro des zweiten Teils der DEMOEX 08 in Bière. Mit dieser Übung zeigt die Armee Gästen aus Politik, Medien. Wirtschaft und Gesellschaft ihre Leistungsfähigkeit. Leider schienen die Leute beim Apéro nicht wirklich interessiert, denn es fühlte sich niemand aufgefordert, nach unseren Vorträgen zu klatschen. Nun gut, als wir dann vor der Begrüssungsansprache spielten, zu der Bundesrat Samuel Schmid etwas verspätet eingeflogen wurde, war die Aufmerksamkeit grösser. Über Mittag hatten dann das Quintett 3 sowie das Euphonium-Quartett einen Auftritt, während dem ich mich im Car ausruhen und die Sonnenstrahlen geniessen konnte. Am Nachmittag durften wir dann mit den anderen Gästen der Forführung des Angriffs im Gelände beiwohnen. Zuerst flogen FA18 über den Übungsplatz und schossen STINGER-Raketen auf das Ziel, dann kommt die Artillerie mit einem hitzigen Feuergefecht. Als drittes sahen wir die Aufklärungsmittel im Verbund mit den Panzerjäger und zum Schluss zeigte man eine verstärkte Panzergrenadier Kompanie, welche den Übungsplatz trotz HInderniss, welches der Geniepanzer aus dem Weg räumte, überqueren konnte. Anschliessend an diese Vorführungen sollten wir eigentlich nochmals spielen, doch da die meisten Leute bereits gegangen waren, liessen wir es sein und stärkten uns am übriggebliebenen Dessert. Die Fahrt zurück nach Bern erfolgte über Land, denn in Lausanne hätte es Stau, wurden unsere Fahrer informiert. Nach unserer etwas verspäteten Rückkehr hatten wir Nachtessen und eine Gesamtprobe.
Mittwoch, 27.02:
Auf Befehl des Hauptmanns hatten wir heute kein Frühsport und mussten somit erst um 7:20 aufstehen. Auch heute galt: Gutes einwärmen, damit mann am Abend fit fürs Konzert ist. Danach hatten wir eine letzte Gesamtprobe, in der wir allerdings nichts aus dem Abendprogramm spielten. In einer Abstimmung entschieden wir uns dafür, Wild Geese am Abend zu spielen, und so konnte Hptm Horber die Konzertprogramme fertigstellen und Ausdrucken. Vor dem Mittagessen wurden wir dann über unsere Zukunft, nämlich das spielen in einer WK-Formation, informiert. Ich freute mich sehr, dass ich im Ter Reg 2 eingeteilt bin, denn das ist eine Brass Band. Ausserdem sind die beiden Kollegen Trompeter Reinhard und Trompeter Wey ebenfalls dort eingeteilt. Vor dem Mittagessen mussten wir das Rückmeldeformular abgeben, in welchem wir die Rekrutenschule bewerten konnten. Leider hatten wir es erst am Vorabend erhalten und so musste ich es vor dem Mittagessen noch in Eile ausfüllen. Zur grossen Freude bekam ich heute ein Päckli von Firmgötti Christoph Baur. Nach dem Mittagessen sollten wir das Instrument reinigen sowie Tenue A erstellen, bevor wir dann nach Interlaken zur Vorprobe verschiebten. Leider war der Saal in Interlaken nicht ganz voll, und leider passierten nach einem guten ersten Teil im zweiten Teil etwas viele Fehler, was die Stimmung ein wenig drückte. Trotzdem wurden wir danach von Oberst Grob gelobt und durften nach dem Aufräumen gar ein Bier trinken, von ihm und der Jungfraufestival-Organisation gesponsert. Diese organisierte alles und nutzte das Konzert als Kickoff in die neue Festival-Saison. Nach fröhlichem Gesang im Car, welcher uns dann aber von Hptfw Ammann verboten wurde, kehrten wir zurück nach Bern und konnten um zehn nach eins schlafen.
Donnerstag, 28.02:
Wie bereits gestern morgen ging ich nur kurz runter vor den Esssaal um mich zu zeigen (für eine allfällige Durchnummerierung), beteiligte mich aber nicht am Morgenessen. Lieber nährte ich mich am spannenden Buch, dass ich gerade las. Nach IT und Gesamtprobe stand heute die Dirigentenprüfung von Lt Hasler auf dem Programm. Gleichzeitig legten unsere sieben Kollegen, welche sich fürs weitermachen entschieden hatten, mit dem Zehnerensemble ihre erste Dirigierprüfung ab. Mittagessen war für uns bereits um 11:45, bevor wir für einen Ehrendienst nach Aarberg verschiebten, wo der Französische Verteidigungsminister empfangen wurde. Gleichzeitig hatte das Zehnerensemble einen Auftritt zur Pensionierung eines J1 (Jemand aus dem Personalbüro). Anschliessend gab es vor dem Ausgang IT, eine Gesamtprobe sowie eine Diskussion über die Dinge, welche wir in unserem Feedback geschrieben hatten. Den Abend verbrachte ich nach dem Fakessen in der Kaserne, wo ich in meinem Buch weiterlas. Doch schon bald schlief ich über der Lektüre ein und wurde erst durch die Kollegen, die kurz vor ABV wieder eintraffen geweckt.
Freitag, 29.02:
Das Lauftraining heute morgen sollte draussen stattfinden, da die Sporthalle besetzt war. Doch damit es nicht allzu langweilig wird, durften bzw. mussten wir nach einer Einwärmrunde Fussball spielen. Das Problem war nur: Es regnete, der Fussballplatz war matschig und man sah nicht wirklich viel vom Ball in der Dunkelheit. Als Goalie hielt man sich am besten die Arme vors Gesicht, sonst lebte man gefährlich. Wegen mangelndem Einsatz (für mich irgendwie logisch) mussten wir kurz darauf wieder joggen gehen, worüber ich mich allerdings freute. Nach dem IT übten wir in der Gesamtprobe vorallem Wild Geese, da dies am Konzert nicht wirklich geklappt hat. Um 10:45 stand allerdings bereits das Mittagessen auf dem Programm, denn anschliessend verschiebten wir nach Andermatt. In den etwas mehr als zwei Stunden Fahrt konnte ich in meinem Buch weiterlesen, doch zuerst hatte ich dann in Andermatt Mühe, mich in der Realität zurechtzufinden, so vertieft war ich in das Buch. Nach dem Einspielen im Car spielten wir zweimal etwa zwanzigminuten im Dorf vor Hotels, immerhin konnten wir einige Besucher zäheln, auch wenn es nicht gerade viele waren. Nach einer Zwischenverpflegung spielten wir dann an der Siegerehrung der WiWA (Winter Wettkämpfe der Armee). Der leichte kalte Regen machte das ganze nicht sehr angenehm, doch es hätte schlimmer sein können. Zurück in Bern mussten wir unser Instrument reinigen sowie die Registerräume für die Aufnahmeprüfungen des NJBO bereit machen. Ursprünglich war keine Rückkehr nach Bern vorgesehen, doch da es mit der Organisation kompliziert gewesen wäre, kehrten wir trotzdem zurück. Schade hatten wir somit keinen Ausgang, in Andermatt hätte es genügend Après-Ski Partys gegeben.
Samstag, 01.03:
So konnten wir heute morgen nach einer kurzen Gesamtprobe wieder zurück nach Andermatt fahren. Immerhin konnte ich in dieser Zeit gerade mein Buch fertig lesen. Heute spielten wir zuerst an einer Siegerehrung, gingen dann in Dorf für ein Ständchen und spielten nach einer Pause, welche ich im Aufenthaltsraum mit Fernsehen verbrachte, wieder für die letzte Siegerehrung dieser Wettkämpfe. Nicht nur wir freuten uns aufs Wochenende, sondern auch die Teilnehmer der Winter Wettkämpfe. Denn an der Siegerehrung war nur noch etwa 40 Personen anwesend, etwa die Hälfte der Medalliengewinner war bereits zuhause. Allerdings konnten auch wir dann pünktlich nach Programm abtreten. Für mich hiess das: Urlaub um 18:20 ab Luzern. So war ich bereits kurz nach 19:00 zuhause.
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