Dienstag, 04.03:
Schon wieder hatten wir eine grosszügige Kompensation, diesmal bis heute um 13:30!
Zuerst war nicht ganz klar, wann nun das AV war. War es um 13:30 oder mussten wir zuerst Tenue C erstellen und das AV war erst 13:50? Es war ein wenig ein durcheinander, jeder machte was er wollte. Doch danach war IT angesagt. Nach dem Aufwärmen dauerte die Gesamtprobe nur kurz. Hptm Horber war mit unserem Piano nicht zufrieden und schickte uns zurück in die Musikzellen für IT. Anschliessend gab es eine Probe mit Lt Lugon, in der wir den Workshop für Kippel vorbereiteten. Nach dem Abendessen besprachen wir zusammen mit Hptm Werlen den Ablauf des Workshops und was jedes Register zu tun hatte und durften dann in einen inoffiziellen Ausgang, da laut Hptm Werlen viel zu viel Zeit für die Vorbereitung eingeplant war. Während dem Ausgang schrieb ich einen Brief an die Bosshards.
Mittwoch, 05.03:
Am Morgen hatten wir einen Ehrendienst zu verrichten, und zwar gleich vor unserer Kaserne, da einige hohe Militärs aus Israel in Bern empfangen wurden. Es war eiskalt draussen und alle waren froh, als die Zeremonie beendet war. Danach gab es Sport. Da wir die Turnhalle nicht zur Verfügung hatten, gab es drei Gruppen, welche abwechslungsweise in den Kraftraum gingen, joggten und Pseudo-Basketball spielten. Da dieser Sport nicht wirklich funktionierte, rollte ich auf dem Rasen eine Schneekugel, womit wir dann einen Schneemann bauten. Während dem anschliessenden IT ging ich für Batt. Guye in die Küche, da dieser die Prüfungsbesprechung kurz vor Mittag hatte. Allerdings gabs in der Küche nicht wirklich viel Arbeit, das meiste war bereits erledigt. So spielten wir eine Stunde lang Karten und danach half ich lediglich, das Essen anzurichten und in den Essaal zu bringen. Heute morgen hatte das Zehnerensemble einen Einsatz an einer Fahnenzeremonie und diese kamen erst auf das Mittagessen zurück. Am Nachmittag war Oberstufe 1, also meine Gruppe, mit der Theoriebesprechung an der Reihe. Zu meiner Freude durfte ich erfahren, dass ich im Theorie Test eine 5.6 und im singen ein 5.7 hatte. Jetzt muss ich nur noch beim Vorspielen auf dem Instrument zeigen, was ich kann. Anschliessend machten wir einen Probedurchlauf des Workshops vom Freitag und probten nochmals Unisons. Vor dem Nachtessen gab es noch die Befehlsausgabe für den Donnerstag, wo uns erklärt wurde, wer wie wo sein muss. Nach dem Nachtessen gab es dann zuerst Sold und danach Ausgang. Ich nahm mir einmal mehr die Zeit, um zu lesen und etwas früher schlafen zu gehen.
Donnerstag, 06.03:
Heute durften wir bis 7:20 schlafen und um diese Zeit schien bereits die Sonne in unser Zimmer. Ich fühlte mich so gestärkt, dass ich meine Kraft für ein wenig "Morgensport", also ein Kräftemessen mit Louis Schürmann, einsetzte. Nach dem Morgenessen luden wir bereits alle Instrumente in die Fahrzeuge ein und hatten danach 20 Minuten Sport. Dies verstand niemand so genau, denn danach hatten wir nur 20 Minuten Zeit, um ins Tenue A zu wechseln. Anschliessend konnten wir bei strahlend blauem Himmel, ohne auch nur ein Wölkchen am Himmel, die Carfahrt nach Sion geniessen. Dort spielten wir dann auf einem Platz im Zentrum ein kleines Platzkonzert, um Werbung für das Konzert am Abend zu machen. Anschliessend hatten wir eineinhalb Stunden zur freien Verfügung. Während die anderen ein Restaurant aufsuchten, machte ich mich auf den Weg zum mir imponierenden Château de Valère. Hier genoss ich auf dem Aussichtspunkt die köstlichkeiten, welche ich vorher in der Migros gekauft hatte sowie natürlich das wunderbare Panorama. Anhand der Karte beim Aussichtspunkt lernte ich auch gleich die Namen der Sion umgebenden Berge wie z.B. die imposante Haut de Cry (2976 m.ü.M.) und stellte fest, dass das Mineralwasser, welches wir zu Hause haben aus der nähe von Sion kommt, nämlich aus Nendaz, beziehungsweise Aproz. Nach einem Telefon mit meiner Mutter schaute ich mir die Basilique du Château de Valère an und ging auf die andere Seite des Schlosses. Nun war es auch schon wieder Zeit, zum Treffpunkt zurückzukehren, wo ich mit der Überzeugung angelangte, dass alle, die ihren Mittag im Restaurant verbracht hatten, definitiv etwas verpasst hatten. Nun verschiebten wir in das nahegelegene Savièse, wo wir nach einer Vorprobe das einzige Konzert im Welschland bestritten. Leider waren im Kulturzentrum "Le Baladin" nur etwa 150 Leute anwesend, trotz all der Werbung. Dafür sponserten uns die Eltern der Unterwalliser nach dem Konzert einen Apéro, bestehend aus Trockenfleisch, Käse, Roggenbrot und Rosé. Gut gelaunt verschiebten wir zur Kaserne Sion, wo wir bereits das Nachtessen hatten und wo unsere Schlafräume waren.
Freitag, 07.03:
Nach der Reinigung der Kaserne ging es auf nach Kippel im Lötschental. Dort stellten wir den Schülern die Militärmusik vor. Am Morgen waren die etwas jüngeren Schüler dran und am Nachmittag die Oberstufe. Gleich sechs junge Es-Hornisten tauchten da auf, um unser Register zu verstärken. Die Probe zusammen mit den Kindern machte Spass, den Kindern machte anschliessend insbesondere das Schlagzeug Spass, von welchem sie sich kaum trennen konnten. Das Mittag- sowie das Nachtessen nahmen wir im Hotel Ambord im Nachbardorf Ferden ein. Wieder gestärkt konnten wir heute vor vollem, wenn nicht überfülltem Saal spielen. Nicht zuletzt, weil viele Kindern aus den Workshops das Konzert hören gekommen sind. Gut gelaunt räumten wir alles auf und machten uns auf den Weg zurück nach Bern. (Da der Carverlad im Lötschberg nicht erlaubt war, mussten wir über Montreux fahren). Leider durften wir auch das Bier, welches von der Schule Kippel gesponsert war, erst in Bern trinken, wo es doch schon morgens um 2:30 war.
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