Montag, 14.01: Die Woche startet wieder mit dem gewöhlichen Militärmusik-Alltag: R+B, Musiktheorie, auch wieder von Obgfr. Giovannini geleitet, und danach zwei Stunden Ensemblespiel, da wir am Abend auf der Habsburg spielen sollten. (Die andern hatten IT und Registerprobe). Am Nachmittag hatten wir nun erstmals Militärmusikgeschichte bei Hauptmann Max Schenk. Dort lernten wir alles über die Anfänge der Schweizer Armeemusik. Da leider mein Instrument nach Colombier gefahren war (Ein Ensemble hatte dort einen Auftritt und ich hatte das Instrument vor dem Mittag wohl am falschen Ort abgestellt, worauf es die Motfahrer eingepackt hatten), sass ich dann ohne Instrument in der Gesamtprobe. Um 17:00 mussten wir dann Tenue A erstellen und bereits um 17:45 fuhren wir Richtung Habsburg. Glücklicherweise hatte ich bis dahin mein Instrument wieder, ansonsten hätte ich ein Instrument von einem Kollegen ausleihen müssen für den Auftritt. So spielte ich als mit dem eigenen Instrument auf der Habsburg anlässlich des Habsburgrapport. Viele Leute waren da nicht anzutreffen, dafür waren es alle hohe Offiziere und auch der Chef der Armee, KKdt Nef war anwesend. Ausserdem sah ich auch meine Aushebungsoffizier an einem der Tische sitzen. Nach dem Auftritt unseres Brass Quintett 1 und des Posaunenquartetts durften wir dann dasselbe Menue zu Nacht essen, wie all die hohen Offiziere: Bouillon, Bernerplatte und zum Dessert Rüeblitorte. Ausserdem erlaubte uns Hauptmann Horber ausnahmsweise sogar den Genuss von Rotwein, und so kam ich noch zu zwei Glas Blauburgunder, aus dem Rebgut der Habsburg. Schlussendlich waren wir kurz vor ABV wieder zurück in der Kaserne.
Dienstag, 15.01: Am Morgen hatten wir nach dem Lauftraining lange Zeit für Individuelles Training und danach eine Satzprobe bis zum Mittagessen. Am Nachmittag folgte dann die zweite Lektion Militärmusikgeschichte. Nach der Gesamtprobe und dem Nachtessen konnten wir dann um 19.15 in den Ausgang abtreten. Kollege Guy und ich nutzen die Gelegenheit, um zusammen joggen zu gehen und wie beim letzten Mal anschliessend den Kraftraum aufzusuchen.
Mittwoch, 16.01: Heute machten wir im Frühsport statt draussen Lauftraining drinnen Krafttraining als Vorbereitung auf den bevorstehenden Sporttest. Diese Woche hatten wir die Kaserne mehr oder weniger für uns, da viele der Füsiliere auf dem Feld waren. So konnten wir oft die Turnhalle benutzen und mussten nach den Gesamtproben im Theorieraum nicht immer alles aufräumen, da wir die einzigen waren, die diesen Theorieraum benützten. An diesem Morgen stand die letzte Stunde Militärmusikgeschichte auf dem Programm. Da wir an den beiden letzten Tagen gut mitgearbeitet hatten, machte Hptm Schenk heute einen Exkurs in die Welt der Brass Bands. Nebst dem Video von "An Extreme Makeover" vom Europäischen Brass Band Wettbewerb erzählte uns Schenk seine persönlichen Erlebnisse am National Brass Band Contest in der Royal Albert Hall in London. Zu guter letzt konnte jeder von uns eine CD der Brass Band Rekrutenschule vom letzten Jahr (welche unter der Leitung von Hptm Schenk stand) mitnehmen, gratis und franko. Danach folgte Theorie Stressbewältigung auf dem Programm und wir konnten nach einem unterhaltsamen Film (mit Happy End) mit dem PPD unsere Probleme besprechen. Da uns keine grossen Probleme beschäftigten, waren wir mit der Gesprächsrunde auch etwas früher fertig. So konnten wir auch frühre zum Mittagessen gehen und waren schon kurz nach zwölf wieder auf dem Zimmer. Nach der langen Mittagspause hatten wir Ensemblespiel. Danach hatten wir Zeit, für uns selber zu üben und vor dem Nachtessen stand dann noch eine Registerprobe unter der Leitung von Lt Werlen auf dem Programm. Nach dem Nachtessen hatten wir noch zwei Stunden Gesamtprobe, worauf meine Lippen wieder relativ erschöpft waren.
Donnerstag, 17.01: Am Morgen hatten wir beim Feldprediger eine Theorie über das Kriegsvölkerrecht, was wir einzeln am PC mit einem von der Schweizer Armee entwickelten Programm lernten. Nun hatten wir statt einer Satzprobe schon wieder Zeit, um persönlich zu üben und schwierige Passagen in den Griff zu bekommen. Vor dem Mittag hatten wir dann eine Stunde Musiktheorie. Nach dem Mittagessen durfte ich mich über ein Päckli von Daniela Huwyler freuen, sie hatte mir nämlich ganz spezielle Sachen ausgesucht und mir viele Energiespender geschickt, von denen ich viele noch nie gesehen hatte. Nach den vier Stunden Gesamtprobe am Nachmittag, in der wir einmal sahen, wie ein Konzertprogramm ungefähr aussehen könnte, hatten wir den grossen Ausgang, mit FAK Nachtessen. Da ich nach dem Geld holen am Postomat meinen Kollegen Ulber nicht mehr finden konnte, ging ich dann ganz alleine ins Kino. Immerhin kam an diesem Abend ein Film in die schweizer Kinos, den ich mir ansehen wollte: P.S. I Love You. Obwohl es eine etwas komische Erfahrung war, so ganz alleine ins Kino zu gehen, war es doch ein schöner Abend für mich. Schliesslich konnte ich machen, was ich wollte und musste mich nach niemandem richten. Im Militär weiss man das zwischendurch zu schätzen.
Freitag, 18.01: In der Rythmik und Bewegung konnten wir heute in einer Dreiergruppe ein eigenes Rhythmik-"Stück" komponieren. Nicht nur das, sondern auch das anschauen der Kreationen anderer Gruppen machte Spass. Danach folgte Musiktheorie, wobei wir heute endlich ein Blatt bekamen, was wir in der Musiktheorie-Zwsichenprüfung der nächsten Woche alles können müssen. (Eigentlich hätten wir das ja schon in der ersten Woche gebrauchen können, dann wäre die Musiktheorie vielleicht etwas zielorientierter verlaufen). In den zwei Stunden Gesamtprobe schauten wir wieder mal alte Literatur an, die wir seit einem Monat nicht mehr gespielt hatten. Am Nachmittag konnten wir dann einige dieser Stücke am Rapport der Infanteriebrigade 4 spielen. Wir verschiebten bereits um 11 Uhr nach Olten, wo wir vor dem Mittagessen noch den Ablauf des Rapports übten. Mehr für die Fahnenträger als für uns. Schliesslich dauerte der Rapport von kurz nach zwei Uhr bis kurz vor sechs Uhr, und wir waren alle froh darüber, als es fertig war. Das Abendessen nahmen wir dann in Aarau wegen eines Staus in Olten erst um 19.15 ein. Danach folgte ein Spielturnier in der Turnhalle als Ausklang der Woche. Man merkte gut, dass sich alle voller Eifer an den Spielen beteiligten, da sich alle auf das kurz bevorstehende Wochenende freuten!
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