Montag, 07.01:
Am Montag ging es nach zweiwöchiger Pause weiter. Dass man für das AV um 10:00 bereits zehn minuten früher vor Ort sein sollte, ging bei einigen Rekruten vergessen. Doch grosse Konsequenzen hatte dies glücklicherweise nicht. Nach dem Antreten hatten wir etwas mehr als eine Stunde Zeit, um selbständig zu üben. Das war angesichts der vielen Noten, welche wir vor den Ferien bekommen hatten, allseits willkommen. Am Nachmittag hatten wir knapp zwei Stunden Zeit, uns in der neuen Ensembleformation (wegen den Offiziers- und Unteroffiziersanwärten, die uns verlassen hatten) zurecht zu finden und das Programm wieder aufzufrischen. Die anschliessende Musiktheorie leitete heute Obgfr Zihlmann an meiner Stelle, was mich nicht unglücklich machte. Spass machten dann auch die knapp eineinhalb Stunden Sport, denn es gab ein Spielturnier mit Unihockey und Basketball. Nach dem Nachtessen wurden wir in der Gesamtprobe von Hptm Horber zur Wiederaufnahme des Dienstes begrüsst. Danach übten wir Konzertstücke, so wie auch in den anderen Proben dieser Woche.
Dienstag, 08.01:
Der Dienstag startete mit einem Lauftraining bei eisigen Temperaturen und gefrorenem Boden. Danach verlief der Tag wie eben ein normaler Tag in der Militärmusik abläuft: R+B, Musiktheorie (Wiederum von Obgfr. Zihlmann geleitet), zwei Stunden Reigsterprobe, knapp zwei Stunden individuelles Training und wieder zwei Stunden Ensemblespiel. Einzig das Zehnerensemble hatte einen Einsatz von 11.00 bis zum Nachtessen. Sie spielten anlässlich der 100 Jahr-Feier von Br. J. Becker in Thalwil. Nach dem Nachtessen gabs dann Ausgang bis 22.00. Eigentlich wollte ich ein Buch lesen, doch war ich schon nach wenigen Seiten darüber eingeschlafen. Vielleicht lag es am Schlafrhythmuswechsel zwischen Ferien und Armeedienst :-)-
Mittwoch, 09.01:
Auch heute kamen wir wieder viel zum spielen. Der morgen hatte zwar mit Gehörbildungstraining am Computer angefangen (RIGA), doch danach hatten wir IT und Registerprobe bis zum Mittagessen. Unsere Musiktheorie wurde heute von Obgfr. Giovannini geleitet, und wir wurden aufgeklärt, was wir an der Zwischenprüfung mitte Woche 11 alles können müssen. Danach gab es zweieinhalb Stunden Gesamtprobe, worauf meine Lippen dann komischerweise nicht mehr so frisch waren. Trotzdem gab es auch nach dem Nachtessen wieder zweieinviertel Stunden Probe. Eigentlich wärens ja nur zwei gewesen, doch Hptm. Horber hatte ein wenig überzogen. Da die Kampfstiefel an den vergangenen beiden Abenden nicht von allen geputzt wurden, drohte uns Wm Ammann damit, dass alle Rekruten nochmal aufstehen müssten nach LiLö, wenn er auch nur ein paar ungeputzte Schuhe finden würde. Doch sind denn Kollektivstrafen überhaupt erlaubt? Na gut, die Drohung hat jedenfalls funktioniert.
Donnerstag, 10.01:
Im morgenlichen Lauftraining machten wir heute einen 12-Minuten-Lauf sowie Rumpfkraft-Trainig und Stangenklettern als Vorbereitung auf den Sport-Test - glücklicherweise in der Turnhalle und nicht draussen. Wieder fand die Musiktheorie bei Obgfr. Giovannini statt, diesmal setzen wir die am Mittwoch repetierte Theorie in die Praxis um. Von 9.50 - 11.40 wäre eigentlich eine Satzprobe angesagt gewesen, doch da wir mit dem Ensemble bereits am Montag wieder einen Auftritt haben, konnten wir im Ensemble üben. Leider war unser Bassist Rekr. Baus krank und der Posaunist Rekr. Grichting übte mit dem Posaunenquartett für den Auftritt. So konnten wir am Zusammenspiel nicht wirklich viel verbessern, doch dafür hatte ich Zeit, um die Noten für Waldhorn (F-gestimmt) in Es-Dur umzuschreiben. Am Nachmittag hatten wir individuelles Training und Registerprobe. Doch da sich Rekr Baus trotz Krankheit bereit erklärte, mit uns zu üben, machten wir eine Ensembleprobe daraus. Nur leider wieder ohne Posaune, da Rekr. Grichting in der Satzprobe grosses Blech war. Am Abend hatten wir dann Ausgang mit Fakultativem Essen. So ging ich mit sechs anderen Rekruten in die Spaghettifactory, wo es alle Variationen von Sphagetti gab. Ich entschied mich für Spaghetti mit Speck und Pilzen und trank ein Glas Rotwein (Primitivo) dazu. Als einziger, denn die anderen tranken alle Bier :-). Anschliessend im PW schloss dann auch mich den anderen an mit Biertrinken.
Freitag, 11.01:
Kurz nach Acht fuhren wir ab Richtung Winterthur, wo wir von 9.45 bis 10.30 ein Platzkonzert gaben. Danach umrahmten wir die Standartenübergabe an das Richtstrahl Battalion 18, welches in ihrem dreiwöchigen WK für die Kommunikation am WEF in Davos zuständig ist. Um 11.30 verschiebten wir dann in die Kaserne Frauenfeld, wo wir zu Mittag assen. Am Nachmittag spielten wir dann in der nahe gelegenen Kaserne Auenfeld anlässlich der Gründungsfeier des Lehrverbandes FU30. (Zusammenschluss der Führungsunterstützung von Luftwaffe und Heer, wir spielten ja bereits bei der Auflösungsfeier des FULW 34 in Dübendorf). Für das Spielen wurden wir damit belohnt, dass wir nebst all den hohen Offizieren ebenfalls am anschliessenden Apéro teilnehmen durften. Eigentlich bereits satt verschiebten wir danach zurück nach Aarau für das Nachtessen. Danach war Kaserne putzen angesagt. Doch die Ensembles, welche am Montag einen Auftritt haben, durften im Ensemble üben. Da wir zwei neue Stücke mit Schlagzeug spielen werden, übten wir mit Schlagzeuger Rekr. Hüsler. Diesmal war sogar der Posaunist Rekr. Grichting dabei. Zumindest zu Beginn, bevor er wieder ins Posaunenquartett wechselte.
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