Samstag, 2. Februar 2008

12. Woche

Montag, 28.01:
Einrücken mussten wir am Montag um 18:30, da der Montag als Kompensation für kommende Wochenend-Einsätze eigentlich frei gewesen wäre. Da wir aber bereits am Freitag abtreten durften, mussten wir am Montag bereits um 18:30 statt 23:30 in der Kaserne sein. Diese Woche war ausserdem Oblt Meier unser Chef, da Hptm Horber in den Ferien war. So hatten wir am Montagabend nach 20 Minuten aufwärmen eine Gesamtprobe, in der wir an der Konzertliteratur arbeiteten.
Dienstag, 29.01:
Das Lauftraining fand heute gänzlich draussen statt, so joggten wir ca. 35 der 40 Minuten. Nach R+B gab es Musiktheorie, wobei wir uns heute vorallem aufs Singen konzentrierten. Dies weil heute ein Singtest stattfand, von dem bis vor dieser Musiktheorielektion niemand etwas wusste. Während die anderen IT und eben den Singtest absolvierten, gingen wir mit dem Quintett 1 nach einer letzten Probe zusammen mit Oblt Meier an die Beerdigung des 20-Jährigen Rekruten nach Aeschi. Das Mittagessen bestand für uns aus dem üblichen Lunchpaket, was heisst: 1 Paar Landjäger, 2 Stück Brot, 2 Farmer-Stängel, 1 Eistee, 1 Militärschoggi sowie 1 Kaugummi-Müsterli. Nach diesem Mittagessen spielten richteten wir uns im Kirchgemeindesaal ein, inklusvie Soundcheck, worauf wir dann um 13.45 auf den Friedhof verschiebten. Dort spielten wir nach einigen Worten der Pfarrerin "Ich hatte einen Kameraden", worauf wir uns zurück in die Kirche begaben. Während dem traurigen Gottesdienst mit verschiedenen Ansprachen von ehemaligem Kommandant, Chef etc. spielten wir 2 Choräle. Danach machten wir uns auf den Weg zurück nach Aarau, doch da wir etwas früh dran waren, lud uns Oblt Meier noch in ein Restaurant ein "eis go zieh", bis wir dann kurz vor dem Nachtessen zurück in Aarau waren. Nach dem Nachtessen hatten die anderen Ensembles Probe, doch unser Ensemble hatte den Solfège-Test nachzuholen und daneben Individuelles Training.
Mittwoch, 30.01:
Am Morgen stand die ABC-Übung II auf dem Programm: AV war somit im Tenü C und mit GT und Kampfrucksack. Danach geht der Marsch los richtung Südwesten. Im Wald südlich von Wöschnau müssen wir dann Bereitschaftsgrad 2 erstellen (ABC-Schutzkleidung anziehen, ohne Schutzmaske). Nach einem kurzen Weitermarsch wird dann etliche Male hintereinander C-Alarm sowie A-Überraschung geübt. Schlussendlich müssen wir BG4 erstellen (volle Schutzausrüstung inkl. Schutzmaske) und wandern so weiter. Der Auftrag wäre relativ einfach gewesen: Der Gruppe vor uns folgen. Doch leider hat unser Obergefreiter die Vordergruppe aus den Augen verloren und wir wandern an einen falschen Ort. Nach einem Telefon wissen wir dann wieder, wohin wir gehen müssen. Kurz darauf treffen wir wieder auf die andern und dürfen auf Befehl endlich die Schutzmaske ausziehen. Doch halt: Zuerst natürlich den ganzen Rest der ABC-Schutzkleidung. Danach gehts weiter am Wildpark Roggenhausen (www.roggenhausen.ch) vorbei zurück richtung Aarau.
Kurz vor Mittag treffen wir in der Kaserne ein. Da wir die ganze ABC-Ausrüstung putzen mussten, gab es nur eine sehr kurze Mittagspause. Da in der Gesamtprobe viele individuelle Fehler aufgetreten sind, gibt uns Oblt Meier Zeit, individuell zu üben bis zum Nachtessen. Da wir bereits kurz vor sechs Uhr zurück sind und etwa eineinhalbstunden Zeit hatten, beschlossen Recrue Guye und ich, zusammen joggen zu gehen. (Schliesslich hatten wir am Dienstag keine Zeit, da kein Ausgang war). Um halb acht hatten wir dann Ensemblespiel für eine Stunde und mussten danach die Kaserne putzen. Am heutigen Tag war das Zehnerensemble bei der Fahnenrückgabe der FU30 / Wet Abt 7 in Brunnen engagiert, so waren sie von 16.45 bis ABV nicht unter uns.
Donnerstag, 31.01:
Heute stand mal wieder Frühsport auf dem Programm. Da die Turnhalle besetzt war, joggten wir ca. 30 Minuten. Nach dem Morgenessen erfolgte dann der TAZ-Wechsel. Den Rest des Morgens verbrachten wir mit IT, RIGA und Registerprobe. Allerdings ging ich nach AV mit einem Motfahrer nach Hause, um meine alte Schreibmaschine sowie die von mir organisierten Teppiche für die Dämpfer zu holen. In der Musiktheorie am Nachmittag analysierten wir verschiedene Drei- und Vierklänge, welche wir dann auch spielten, um eine Klangvorstellung zu erhalten. Da am Freitag wieder zwei Einsätze gleichzeitig stattfanden, gab es eine Stunde Gesamtprobe in zwei Formationen. Danach standen zwei Stunden GP mit Konzertliteratur auf dem Programm. Auch heute konnten wir wieder vor dem Ausgang das FAK-Nachtessen geniessen, den Ausgang verbrachte ich mit lesen, schlafen, ich war über der Lektüre eingeschlafen, sowie anschliessendem Joggen und Kraftraumbesuch.
Freitag, 01.02.08:
Um 5.40, als ich aufstehen sollte, war ich einfach nur hundemüde. Konnte gar nicht glauben, dass jetzt schon Tagwache war. Doch wir mussten heute früh los: Wir spielten am Morgen an der Beförderungsfeierin der Stadtkirche Brugg, wo unter anderem auch unser Oberwachmeister zum Leutnant befördert wurde. In der modernen Kaserne Brugg gab es dann ein feines Mittagessen, bevor wir nach Kloten verschiebten. Dort spielten wir vor der Kirche ein paar Stücke vor sowie nach der Beförderungsfeier und umrahmten nebst den obligatorischen Beiträgen wie Fahnenmarsch und Nationalhymne auch die Feier in der Stadtkirche. Nach dem Nachtessen in Aarau gab es wieder den beliebten Freitagabend-Sport. Anscheinend so beliebt, dass wir sogar zehn Minuten vorher alle in der Turnhalle waren und somit früher mit Frisbee, Basketball und Volleyball anfangen konnten. So hatten wir dann durch das entsprechend frühere aufhören auch Zeit, uns gemütlich auf das ABV vorzubereiten. Bei der aufkommenden Wochenend-Stimmung machte das alles noch mehr Spass.

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