Samstag, 9. Februar 2008

13. Woche

Montag, 04.02:
Die Woche begann gut: Nach dem AV hatten wir zuerst Soldatische Ausbildung, damit wir endlich lernen konnten, wie man korrekt richtet. Der Rest des Morgens hatten wir Musiktheorie sowie zwei Stunden Individuelles Training. Am Nachmittag hatten wir eineinhalb Stunden Sport in der Turnhalle sowie Ensemblespiel als Vorbereitung auf einen Einsatz sowie als Vorbereitung für den Besuchstag. Leider klappte musikalisch nicht ganz alles. Vor dem Nachtessen gab es eine Stunde Gesamtprobe mit Oblt Meier und nachdem Nachtessen zwei Stunden wieder mit Hptm Horber.
Dienstag, 05.02:
Lauftraining wie üblich für Dienstage. Danach gab es eine kleine Sensation: Ich konnte im R&B erstmals die Gruppe dem Obgfr Zihlmann melden, ohne dass ich dabei lachen musste. In der anschliessenden Musiktheorie gefiel es mir dann allerdings trotzdem besser. Anschliessend befassten wir uns in der Theorie mit dem Feldprediger mit dem Thema Zeit / Wandel. Allerdings hatte ich wegen eines seit Sonntagabend aufgetretenen Ausschlages einen KA-Termin und musste Vorzeitig gehen. Ich verpasste deswegen auch die Es-Horn Registerprobe mit Hptm Horber und war erst zum Mittagessen wieder zurück. Am Nachmittag hatten wir dann zuerst eine halbe Stunde Zeit für Individuelles Training und danach drei Stunden Gesamtprobe. Heute verzichtete ich dann für einmal auf das Joggen am Abend und ging mit den andern in den Ausgang. Anschliessend hatte ich mit Wm Ammann eine Diskussion über das Dienstreglement. Ich störte mich nämlich daran, dass er dauernd mit Kollektivstrafen drohte und machte ihn daher darauf aufmerksam, dass dies laut DR nicht erlaubt ist. Dadurch löste ich eine Dienstreglement-Lesewelle aus, es gab noch andere, die plötzlich entdeckten, dass man darin eben auch viel über die eigenen Rechte lesen kann. So fanden wir noch einige andere Dinge heraus, die nicht nach Reglement verliefen. So z.B. dass der Hauptmann unserem Leutnant das Recht gegeben hat, uns eine Ausgangssperre zu verhängen. Doch dies würden wir erst erwähnen, wenn ein solcher Fall auftreten würde.
Mittwoch, 06.02:
Da wir das Richten beim AV am Dienstag immer noch nicht genügend gut gemacht hatten, mussten wir heute 20 Minuten vor AV vor der Kaserne sein und durften Richten exerzieren. Schliesslich sollen wir am Besuchstag eine gute Falle machen. Der Morgen verlief gewöhnlich mit IT, RIGA und Registerprobe. In der Musiktheorie lernten wir erstmals etwas über improvisieren, wie man dabei vorgehen kann. Am Nachmittag hatten wir zuerst Zeit, uns auf den Besuchstag vorzubereiten, allerdings musste ich zum Dermatologen, wegen des Ausschlags. Der Arzt in der Kaserne hatte mich weitergeleitet. So erschien ich dann auch etwas später zur Gesamtprobe, welche bis zum Nachtessen ging. Am Abend gab es dann die erste Gesamtprobe open End: Wir probten mal etwas länger, kündigte der Hauptmann an, solange, bis er eben zufrieden sei. Schlussendlich hörte die Probe um 23.30 mit dem Zapfenstreich auf und Lilö war dann um 00:40.
Donnerstag, 07.02:
Tagwache trotz dem Ausfall des Lauftrainings (wegen der Open-End-Probe) war für meine Kollegen des Quintett 1 und mich um 5:30. Bereits um 5:50 wäre das Morgenessen gewesen, da ich aber noch nicht ganz bereit war und glaubte, nicht unbedingt gehen zu müssen, liess ich es bleiben. bereits um 6:20 verschiebten wir dann mit Leutnant Lugon nach Luzern, genauer gesagt nach Kriens bei Luzern, wo wir für die Generalstabsschule zu Kaffe und Gipfeli spielten (Einsatz "Korpsgeist"). Nach unserem kurzen Auftritt verschiebten wir zu den anderen Kollegen, welche inzwischen in Luzern angelangt waren. Hier besuchten wir am Morgen das Löwendenkmal und hatten anschliessend eine Führung durch den Gletschergarten sowie durch die Ausstellung. Dort erfuhren wir einige Dinge über Militärgeschichte, dargestellt durch das Muotathaler Relief. Ausserdem bestaunten wir das weltweit älteste Landschaftsrelief von General Pfyffer. Anschliessend hatten wir Zeit, uns im Spiegellabyrinth und im umliegenden Park zu vergnügen. Doch unser Quintett musste um elf Uhr wieder los, denn vor dem Mittagessen spielten wir noch einmal für die GST S. Wieder zurück in der Mensa der GST S warteten wir ziemlich lange auf die Gäste (Unter anderen der CDA Nef sowie ein Französischer General). Eigentlich sollten diese um 11.55 Uhr kommen, doch bis die ersten eintrafen, war es zwanzig nach zwölf. So spielten wir unsere vorbereiteten Stücke und verschiebten dann schnurstracks wieder zurück nach Luzern, wo eine interessante Führung durch das Bourbaki-Panorama für uns organisiert war. Zum Schluss machten wir mit dem ganzen Spiel für die GST S ein Platzkonzert. Nachdem wir ein paar Märsche und ein paar Unterhaltungsnummern gespielt hatten, verschiebten wir zurück nach Aarau. Das heisst alle, ausser Quintett 2. Denn diese spielten am Abend in Frick anlässlich einer Beförderungsfeier und verschiebten direkt dorthin. In Aarau fand dann vor dem FAK-Ausgang unsere Beförderung zu Trompetern sowie Schlagzeugern statt. Ausserdem wurden auch unsere Büroordonanzen, Truppenbuchhalter sowie die Betriebssoldaten, die seit heute bei uns waren, befördert. (Kein schlechter Tag als Einstieg :-) ). Zum Nachtessen in der Kaserne gab es Hamburger uns Salat. Heute waren ausnahmsweise einmal etwas mehr Leute beim FAK-Znacht und wir hatten dabei eine tolle Unterhaltung. Unsere Beförderung musste ich natürlich mit meinen Kollegen feiern gehen, ein bisschen Stolz war ich schon, nun Trompeter zu sein. Allerdings war ich so ziemlich der einzige, der die Trompeterschnur nicht im Bier taufte :-).
Freitag, 08.02:
Nach der Vorbereitung für den Besuchstag hatten wir von 9:40 bis 11:15 eine Gesamtprobe. Gleich nach dem Mittagessen (bereits um 11:30) mussten wir Tenue A erstellen und um 12:40 verschiebten wir nach Luzern, wo wir in der Jesuitenkirche der Inf DDS 14 spielten. Danach hatten wir noch ein wenig Zeit, die Stadt Luzern bei schönstem Wetter zu geniessen, bevor wir wieder zurück nach Aarau verschiebten. Das wunderschöne Wetter versüsste uns acuh die Carfahrt, denn da die Autobahn bei der Heimfahrt leicht anstieg, konnte ich die Sonne etwa drei mal hintereinander untergehen sehen. Das war wirklich ein Genuss! Nach dem Nachtessen fand dann eine Hauptprobe des Tages der Angehörigen statt, bei der jede der Stationen ihr Programm einmal durchspielte. Dies war auch eine Möglichkeit für uns, zu sehen, was die anderen Gruppen zeigten. Da Trompeter Neuenschwander, unser Zimmerchef diese Woche, nicht da war, vertrat ich unser Zimmer beim ABV (Eine einmalige Gelegenheit, da ich als Registerchef nie Zimmerchef sein werde).
Samstag, 09.02 (Besuchstag):
Heute morgen muss ich als Stellvertretender Zimmerchef oben auf dem Zimmer bleiben, um allfällige Fehler in der Zimmerordnung zu korrigieren. Dies, damit wir das AV schneller beenden können und bereit für den Besuchstag sind. Ich muss Tenue B anziehen, denn schliesslich wollen wir uns für den Besuchstag ja von der besten Seite zeigen. Um 9:15, beim eintreffen der ersten Besucher, beginnen wir vom Quintett 1 mit dem ersten Stück für das 30-Minütige Ständchen vor dem Trompeterhaus. Danach gehen alle auf ihre Posten, für mich hiess das: Die Blaue Tafel fassen und meine Besuchergruppe zum ersten Posten lotsen.
Nach der AGA, Fachdienst und der Powerpoint-Präsentation besucht meine Gruppe zu guter letzt die Kaderausbildung, bevor es Mittagessen gibt. Da habe ich Glück, dass ich bereits am Morgen mit dem Quintett spielte. Die anderen Ensembles müssen nämlich während der Mittagspause spielen, das Zehnerensemble ist Fassmannschaft, und so habe ich keinen Stress beim Essen mit meinen Eltern, Onkel Martin sowie den Kollegen Christoph und Lea. Nach dem Mittagessen haben wir Zeit den Eltern das Zimmer zu zeigen. Mami erkennt mein Bett sofort am ihr bekannten Frottétuch, welches über meinem Bett hängt. Um 13:30 geht es in der Turnhalle weiter mit der Beförderungsfeier unserer Kader. Nach einem kurzen Ständchen der MMRS16-3 werden Losey und Pedrini zu Wachtmeistern und Ammann zum Hauptfeldweibel befördert.Selbstverständlich mit musikalischer Umrahmung unsererseits. Und da spielen wir schon die Nationalhymne und den Abschlussmarsch, der ganze Trubel ist bereits beendet. Nur noch das HV unter Beobachtung der angehörigen und dem Wochenende steht nichts mehr im Weg. Da ich diesen Nachmittag noch nach Küsnacht gehe, fahre ich mit den Ostschweizer Kollegen bis nach Zürich, was natürlich unterhaltsam ist.

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